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Rückblick auf die Feiertage

Rückblick auf die Feiertage
Veröffentlicht am Mo., 24. Jan. 2022 17:30 Uhr
Aktuelles aus der Gemeinde

Das Weihnachtsfest im Jahr 2020 hatte sich dadurch ausgezeichnet, dass wir etwa zehn Tage vorher alle Planungen über den Haufen warfen und zumindest den Heiligen Abend komplett anders begingen als erwartet und angekündigt.

Das ist im Jahr 2021 so nicht geschehen. Unser Blick richtete sich auf die Inzidenzzahlen. Sie blieben jedoch so niedrig, dass wir die Planungen mit Gottesdiensten vor Ort umsetzen konnten. Alle gebuchten Zelte und die bestellte Technik waren nicht umsonst geliefert und aufgebaut worden. Fleißige Menschen hatten Weihnachtsbäume aufgestellt und geschmückt. Dafür bin ich sehr dankbar, denn das muss ja alles noch neben den eigenen, privaten Vorbereitungen getan werden. Doch weil es so viele waren, die mithalfen, wurde uns wegen der Vorbereitungen nicht bange.

Schwieriger war es, genügend Freiwillige zu finden, die die Einlasskontrollen zu den Gottesdiensten am Heiligen Abend übernahmen. Wie in der biblischen Geschichte von Maria und Josef mussten sich alle in Listen eintragen; es ging nicht um die Steuer, zugegeben, aber für den Fall der Fälle muss nachvollziehbar sein, wer in einem Gottesdienst war und eventuell benachrichtigt werden muss. Auch das klärte sich schließlich.

Dann brach der Heilige Abend an. Was soll ich sagen? Am Wetter können wir nichts ändern und sind nicht schuld daran (am Klimawandel schon, als Teil der Menschheit, aber am konkreten Wetter nicht). Nieselregen, Kälte, Wind – das machte es recht ungemütlich, draußen zu feiern. Umso größer ist meine Hochachtung vor den Kindern und Jugendlichen, die die beiden Krippenspiele trotz all der widrigen Umstände so wunderbar und zu Herzen gehend eingeübt und aufgeführt haben. Ein herzliches Dankeschön an Euch und natürlich an Frau Rochlitz und Frau Vogt!

Um 17.00 Uhr und um 22.00 Uhr fanden Gottesdienste auf der Pfarrwiese statt. Kerzen auf den entsprechenden, den nötigen Abstand wahrenden Plätzen wiesen den Weg. Die Dorfkirche hielt Ehepaar Zühlke zur stillen Einkehr offen. Die Waldkirche war ebenfalls offen. Hier spielte gelegentlich die Orgel. Außerdem wurde die Weihnachtsgeschichte verlesen. Diese beiden meditativen Angebote wurden ebenfalls gut angenommen. Sie waren auch schon im Jahr zuvor auf Zuspruch gestoßen. Danke an alle Beteiligten!

Am ersten und zweiten Feiertag wurde jeweils ein Gottesdienst gefeiert. Der am ersten Feiertag wurde kurzfristig in die Dorfkirche verlegt, da andernfalls die Musikerinnen und Musiker abzuspringen drohten. Es wäre für draußen einfach zu kalt gewesen. Das haben wohl auch viele gedacht, die nicht kamen und in die warme Kirche vielleicht gekommen wären. Für den zweiten Feiertag waren viele mit Plätzchen gefüllte Tütchen gepackt worden. Weil einige bereit waren, Plätzchentüten  an Nachbarinnen und Nachbarn oder in der Familie zu verteilen, waren keine Reste zu beklagen.

Zum Jahreswechsel feierten wir am 31. Dezember in der Dorfkirche eine Andacht zum Altjahrsabend, wie der Silvestertag auch genannt wird. Kerzen wurden entzündet für Sorgen, Ängste und Hoffnungen, die wir vor Gott brachten. Das Jahr legten wir in seine Hand zurück und hofften (nicht nur) innerlich, dass das neue Jahr eines werden möge, an das wir uns endlich wieder einmal gerne zurück erinnern werden.

Am Neujahrstag standen Gedanken zur Jahreslosung im Mittelpunkt. Sie ist dem Johannesevangelium entnommen: ‘Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.’ (Kapitel 6, Vers 37) Im Anschluss wurden die beliebten Pfannkuchen verteilt. Wie beim Plätzchengottesdienst hatten wir uns gegen eine gemütliche Runde entschieden – in der Hoffnung, dass wir beim nächsten Mal wieder beieinander sitzen und Gemeinschaft pflegen können.

Der 2. Januar schließlich war vom Wochentag her ein Sonntag, also Gottesdiensttag. Wir begingen ihn mit einem Regionalgottesdienst aller drei evangelischen Gemeinden in Heiligensee und Konradshöhe. Doch offenbar war leider eine gewisse Gottesdienstmüdigkeit nach all den Feiertagen verbreitet und ließ den Besuch recht gering ausfallen. Die Zusammenarbeit mit Pfarrerin Paetel und Herrn Reuter an der Orgel war aber bereichernd und lässt mich freudig auf weitere regional begangene Gottesdienste blicken.

Pfarrer Michael Glatter