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Geschichte der Dorfkirche

Geschichte der Dorfkirche
Veröffentlicht am Mo., 11. Mär. 2019 12:24 Uhr
Dorfkirche Geschichte

um 1250

Auf dem Dorfanger wird eine Kirche errichtet - sicherlich wie zu damaliger Zeit üblich aus behauenen Granitfeldsteinen, welche auf den umliegenden Äckern von Bauern in hinreichender Menge gefunden wurden.

1313

Erste urkundliche Erwähnung des Priesters Nikolaus Clanier.

15. Jahrhundert

Die noch heute existierenden Umfassungsmauern werden aus einem Durcheinander von großen Feldsteinen, Bruchsteinen und so genannten Klosterziegeln (mittelalterliche Ziegel im Großformat) errichtet. Typisch für diese Zeit ist der achteckige Abschluss der Ostwand. Dafür spricht auch die in der nordöstlichen Außenwand befindliche Spitzbogennische, welche aus Klosterziegeln gemauert ist. Es wurde vermutet, dass diese Nische früher eine so genannte Priesterpforte gewesen sei, also eine Tür, die für den Gebrauch des Geistlichen bestimmt war. Gegen diese Auffassung spricht jedoch die geringe lichte Breite dieser Öffnung, die ein Durchschreiten nur in seitlicher Haltung gestatten würde. Im Volksmund lebt daher die Vorstellung, dass in dieser Nische ein Heiligenbild stand. Es wurde nach der Überlieferung in den See getaucht und hat dem Wasser besondere Heil- und Segenskraft gegeben.

1618-1648

Es wird vermutet, dass die Kirche im 30-jährigen Krieg in Schutt und Asche sank. Sicher ist, dass nur die Umfassungsmauern bis zu etwa drei Vierteln der Gesamthöhe aus dem Mittelalter stammen. Die Fensteröffnungen und das oberste Mauerwerk sind aus Kleinziegeln der Neuzeit gemauert. Ob dieser Wiederaufbau schon Ende des 17. Jahrhunderts oder im Laufe des 18. Jahrhunderts erfolgte, ist ungewiss.


um 1760

Die Erbauung des Turmes fällt in die Regierungszeit Friedrichs des Großen, in die schwere Zeit des siebenjährigen Krieges. Der Turmunterbau besteht nicht aus Ziegeln, sondern Kalkstein - vermutlich aus Rüdersdorf. Den Turm ziert eine Wetterfahne mit der Jahreszahl 1761.


20.Jahrhundert

Im 1. Weltkrieg wurden die beiden Bronzeglocken der Dorfkirche beschlagnahmt und zur Munitionsbereitung abtransportiert. Die größere Bronzeglocke im Jahr 1917, die kleinere etwas später. Sie wurden durch zwei eiserne Glocken ersetzt. Bis zum Jahre 1990 läuteten sie jeden Tag. Jetzt stehen beide auf dem Kirchhof nahe dem Brauteingang der Kirche. Die größere Eisenglocke wiegt  400 kg und trägt die Inschrift: "Erz gab ich, Eisen nahm ich, 1919". Die kleinere Glocke wiegt 210 kg, ihre Inschrift lautet: "Friede auf Erden, 1919". Die beiden Eisenglocken wurden im Jahre 1990 wegen Haarrissen im Guss durch drei Bronzeglocken der Firma Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (Westf.) ersetzt. Die größte Glocke wiegt 600 kg und trägt die Inschrift "Gelobt sei der Herr täglich"; der Text auf der mittleren Glocke mit 350 kg lautet: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden"; die kleinste Glocke mit 250 kg trägt: "Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort".

 
Rund um die Kirche befindet sich der alte Bauernfriedhof, welcher seit Jahren geschlossen ist.


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