Jahreslosung und Kirchentag 2017

Veröffentlicht am Fr., 16. Jun. 2017 00:00 Uhr
Bericht ONW

Rückblick und Vorschau,
Bericht von Herrn Pfarrer Glatter am 7. Juni 2017

Der Vortrag von Herrn Pfarrer Glatter begann mit der kirchlichen Jahreslosung für dieses Jahr 2017, die da lautet: „Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch“. (Nachzulesen bei Hesekiel 36,26)
Hierzu eine Kurzgeschichte aus dem Lesebuch zur Jahreslosung 2017 von Christoph Morgner:
„Überraschende Bekehrung“

Es war wirklich eine Überraschung. Für mich selbst genauso wie für den Verkündiger, der damals auf Einladung meines Jugendkreises evangelistische Jugendabende gestaltete. Ich war Teil des Vorbereitungsteams. Als es soweit war, saß ich in der ersten Reihe und achtete darauf, dass alles glattlief. Und jetzt das! Der Evangelist rief seine Zuhörer auf, Jesus nachzufolgen, und lud diejenigen, die diese Entscheidung „hic et nunc“ treffen wollten, dazu ein, ihren Arm zu heben. Ich wusste: Jetzt war die Zeit gekommen. Jetzt musste ich mich bekehren. Mein Arm ging wie von allein in die Höhe. Der Verkünder sah mich, stutzte und überlegte, ob er seinen Aufruf missverständlich formuliert hatte. Er wiederholte seine Aufforderung, durch ein Handzeichen zu zeigen, dass man sein Leben Jesus anvertrauen wollte. Ich meldete mich erneut. Ich, aufgewachsen in einem evangelischen, locker kirchlichen Elternhaus, war mit siebzehn Jahren in einen missionarischen Jugendkreis eingeladen worden, in dem viele Menschen meines Alters an Jesus glaubten. Was ich am Anfang für Irrlehre hielt, zog mich irgendwie an. In meinen Augen war Jesus ein guter Mensch. Aber zu ihm zu beten oder ihm das eigene Leben anzuvertrauen, das war mir zu extrem. Doch weil ich spürte, dass diese Jugendlichen etwas hatten, was ich nicht kannte, mir aber wünschte - nämlich eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott -, war ich dabeigeblieben, hatte sogar Leitungsverantwortung übernommen. Die Predigt des Evangelisten sprach mich an. Er hatte einen Stein als Anschauungsobjekt dabei und erklärte, dass ein Stein sehr warm werden kann, wenn er in der Sonne liegt. Dass er aber keinerlei Wärme oder Eigenleben hat, wenn er im Schatten ist. So ähnlich fühlte ich mich auch: Es gelang mir sehr gut, wie eine überzeugte Christin aufzutreten, wenn ich unter Christen war. Doch sobald ich allein unterwegs war, blieb von meinem Glauben nicht viel übrig. Das Bild vom lebendigen Herzen, das pulsiert und von innen heraus lebt, sprach mich an. Ich wollte an diesem Abend dieses Herz haben, das lebendig ist, mit Gott verbunden und von ihm lebendig gemacht. Ich wusste, dass ich mir nicht selbst das steinerne Herz entfernen konnte, sondern dass ich Gott erlauben musste, das steinerne Herz durch ein lebendiges zu ersetzen. Und genau das tat ich an dem Abend, als ich mich per Handzeichen dazu bereiterklärte: Ja, ich möchte das lebendige Herz. Ich möchte, dass Gottes Geist mich verändert und mir das Leben als Christ ermöglicht. Ich weiß, dass ich es nicht aus eigener Kraft schaffen kann, ein gutes Leben als Christ zu führen. Ich bin auf Gottes Hilfe angewiesen. Genau das ist geschehen. Schon an diesem Abend war ich voller Freude. Mein Glauben an Jesus ist gewachsen. Mein Herz brennt noch immer für ihn. Und sein Geist hat mich in vielen Bereichen meines Lebens vollkommen neu ausgerichtet. Wie dankbar bin ich für diese Verheißung, die mein Leben komplett verändert hat. Ein neues Herz. Ein neuer Geist . . . . Was mich daran immer wieder begeistert: Es ist alles ein unverdientes Geschenk. Ich muss mich nicht aus eigener Kraft verändern. Gott ist der Handelnde. Alles, was ich tun musste, war zuzustimmen.
(verkürzt von mir abgeschrieben) von Elke Werner, Referentin, Autorin, Leiterin der weltweiten Frauenarbeit der Lausanner Bewegung.

Unter Prof. Christiaan Barnard führte am 03.12.1967 ein südafrikanisches Ärzteteam weltweit die erste Herztransplantation durch. Weiter sprach Herr Pfarrer Glatter über neue Veranstaltungen, die beide Kirchen - Waldkirche und Dorfkirche - betreffen: Wenn ein Monat einen fünften Sonntag hat, findet nur in einer der beiden Kirchen, um 10 Uhr, ein Gottesdienst mit dem „Kaffee danach“ statt im jeweiligen Saal der Kirche, zur Diskussion entweder über den Gottesdienst, die Predigt, die Kirche allgemein usw.
Verändert hat sich der Kindergottesdienst, indem Kinder gemeinsam mit ihren Familien an einem Wochentag, in der Abholzeit, z.B. am Mo., 19.06.2017 um 16 Uhr, in der Waldkirche zusammenkommen.
Auch der Gottesdienst zum Valentinstag ist neu. Hierzu wurden in diesem Jahr Ehepaare, die sich in 2015 und 2016 kirchlich trauen ließen, eingeladen. Nach dem Gottesdienst nahmen alle an einem Dinner teil.
Am Ostermontag fand erstmals ein SpaziergangGottesdienst mit reger Beteiligung statt, mit Ostereiersuchen für die Kinder.
Einmal pro Quartal heißt es: „Selber singen“ für alle - z.B. am 20. Juli 2017 um 20 Uhr am See. Der nächste Termin „Selber singen“ findet in der Adventszeit 2017 (nicht am See - eher drinnen) statt.
Unser aller Dank gilt Herrn Pfarrer Glatter für diesen interessanten und informativen Vortrag. Die heutige Kaffeetafel wurde von Geburtstagskindern mit leckeren Kuchengaben bestückt - auch hierfür ein herzliches „Dankeschön“.
Waltraud Walter

Quelle Foto "Wolke": pixabay

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