Gehirnjogging und Gedichte

Veröffentlicht von Michelle Hans am Mo., 7. Nov. 2016 14:54 Uhr
Bericht ONW

Erzählnachmittag am 2. November 2016


Diese zwei Stunden in gut besuchter Runde möchte wohl niemand der Teilnehmer missen.
Es begann wie immer mit dem Vorlesen der Tageslosungen, dem “Vater unser….” und für zwei Besucherinnen wurde, anlässlich ihrer Geburtstage, jeweils ein Wunschlied gesungen. Sie hatten dafür gesorgt, dass die herbstliche Kaffeetafel reichlich mit süßen und herzhaften Leckereien ausgestattet war. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle sehr herzlich.
Herr Lampe, der mit seinem Akkordeon für musikalische Unterhaltung sorgte, spielte für die beiden Jubilarinnen ein Geburtstagsständchen. Ebenfalls “Dankeschön”.
Nach dem leiblichen Wohl begann eine Runde Gehirnjogging. Jeder erhielt einen Zettel mit einer Frage. Der Reihe nach wurden diese Fragen vorgelesen und die richtige Antwort dazu gegeben, über die diskutiert wurde. Es war ein interessantes Spiel.


Vorgelesen wurden: ein witziges Gedicht, zwei heitere Geschichten und einige Reime zur Herbstzeit.
Das wohl kürzeste Herbstgedicht stammt von Heinz Erhardt:


Herbst. Von den Bäumen fallen Blätter, Donnerwetter!


Herr Lampe trug ein Gedicht vor, zum Schmunzeln und zum Nachdenken:


“Hafen-Unterricht”
Viele Leut´ im Binnenlande kennen unsern Hafen nicht,
deshalb geb´ ich heut mal Hafenunterricht.
Wasser ist der Hauptbestandteil und das ist nicht verkehrt,
Wasser hat sich für die Schifffahrt immerhin ganz gut bewährt.
Lässt ein neues Schiff man bauen, auf der sogenannten Werft,
Werft man meist das alte weg, drum hat die Werft den Namen Werft.
Soll am Schiff gedoktert werden, legt man es im Dock zur Ruh´.
Liegt das Dock weit von der Kneipe, sagt man Trockendock dazu.
Kleine Schiffe mit Motor die kauft man nur per Kasse bar,
deshalb nennt man sie Barkasse, das ist doch wohl jedem klar.
Fährt per Schiff, was oft passiert, ein Frau´nverein nach Helgoland,
nennt man so´n Schiff Schraubendampfer, das ist weit und breit bekannt.
Sicher denkt ihr: woher weiß der alles, was er hier erzählt.
Tja, ich sollt´ mal Käpt‘n werden, hätte gar nicht viel gefehlt.
Hab´ das Studium aufgegeben, denn ein Haken war dabei:
Da muss man Sextanten kennen, leider hab´ ich doch bloß drei.
Ja, wer das weiß, der weiß schon allerhand,
vom Hafen und von Schifffahrt und von der Waterkant.


Waltraud Walter

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