“Frauen und Mätressen der Hohenzollern”

Veröffentlicht am Mi., 26. Okt. 2016 12:47 Uhr
Bericht ONW

Vortrag von Herrn Michael Bannert am 12.10.2016


Die Hohenzollern, deutsches Fürstengeschlecht, wurden 1061 in Schwaben erstmals erwähnt. Schloss Hohenzollern, am Rand der Schwäbischen Alb, nahe Hechingen, wahrscheinlich im 11. Jh. erbaut, mehrmals zerstört und durch Friedrich Wilhelm IV. zwischen 1850 und 1867 im neugotischen Stil wieder aufgebaut.
Die Frauen der preußischen Herrscher, der Hohenzollern, brauchten vor allem eine Tugend: die Fähigkeit, dulden zu können. Zu den Rechten der adligen Frauen zählten u.a.: Herrschaftsrechte über die Kinder, über das Dienstpersonal, Erbansprüche, Verfügungsrechte über ihr Vermögen.
Ihre vornehmsten Aufgaben beinhalteten die Sicherung der Dynastie, die Heiratsprojekte, Ratgeberin zu sein und die Interessen der Herkunft zu wahren.
Kurz: die adligen Ehefrauen beteten, sie dienten, sie pflegten und sie ertrugen.
“Mätresse” - historischer Begriff in Europa, bedeutet im französischen: Lehrerin, Hausherrin. “Offizielle Mätressen” waren oftmals die mächtigsten Frauen am Hof, oft einflussreiche Geliebte der Fürsten. Ebenso schnell fielen sie ins Nichts, wenn sie die fürstliche oder königliche Gnade verloren.
Eine der bekanntesten war Madame de Pompadour, eine Mätresse Ludwigs XV.
Die Gräfin Lichtenau, geb. Wilhelmine Enke, geschiedene Rietz, war die große Liebe des Königs Friedrich Wilhelm II. Sie verdrehte ihm den Kopf und prägte die Kunst Preußens. Anfangs war sie die Mätresse und später auch die Vertraute Friedrich Wilhelms II.
Nach nur vier Ehejahren mit Elisabeth Christine Ulrike von Braunschweig-Wolfenbüttel ließ Friedrich Wilhelm II sich scheiden. Elisabeth war eine schöne, selbstbewusste Frau, sie wollte nicht still dulden, sondern nahm sich ebenfalls einen Liebhaber. Ihr Vater, ein Potsdamer Gastwirt, gehörte als Hornist dem königlichen Hausorchester an.
Es war ein bedeutender und vielseitiger Vortag, den Herr Bannert in Wort und Bild hielt, wir bedanken uns dafür.
Waltraud Walter


Quelle Foto: pixabay

Bildnachweise: